FAQ

Das Steuerberater-Examen

Die schriftliche Prüfung findet bundeseinheitlich nur einmal im Jahr statt, meist Anfang Oktober.

2021:   05. – 07.10.2021
2022:   11. – 13.10.2022
2023:   10. – 12.10.2023
2024:   08. – 10.10.2024

Die schriftliche StB-Prüfung wird bundesweit einheitlich von der Finanzverwaltung gestellt. Bei der Vorbereitung zur StB-Prüfung ist es wichtig, dies im Hinterkopf zu bewahren. Denn die Konzeption der Prüfung durch die Finanzverwaltung hat auch Auswirkungen auf die gewählten Schwerpunkte und Lösungsansätze.

Die StB-Prüfung wird von einem Prüfungsausschuss abgenommen, der von der Finanzverwaltung des jew. Bundeslandes berufen wird.

Die StB-Kammern sind für die Organisation der StB-Prüfung zuständig und sind die Ansprechpartner, wenn es um Fragen der Zulassung, Befreiung oder Durchführung geht. Sie sind jedoch nicht an der Prüfungserstellung beteiligt.

Hierbei ist Ihre persönliche Situation zu beachten zum Zeitpunkt der Antragstellung zur Zulassung zur StB-Prüfung:

  • Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt beruflich tätig sind, dann ist für Sie der Arbeitsort ausschlaggebend. Die StB-Kammer, in deren Bezirk Sie bei der Antragstellung zur Zulassung zur StB-Prüfung arbeiten, ist für Sie zuständig. Dort werden Sie dann auch die StB-Prüfung ablegen.
  • Wenn Sie zu dieser Zeit keiner Arbeit nachgehen, ist der Kammerbezirk Ihres Wohnortes für Sie zuständig.
  • Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt im Ausland leben und arbeiten, dann ist die StB-Kammer für Sie zuständig, in welche Sie sich beruflich niederlassen wollen.
  • Wenn Sie bei Antragstellung im Ausland leben und arbeiten und nicht ins Inland zurückkehren wollen, dann ist die StB-Kammer für Sie zuständig, bei der Sie den Antrag gestellt haben.

Der Anmeldeschluss zum Steuerberaterexamen ist bundeseinheitlich der 30. April des jeweiligen Prüfungsjahres. Für die Prüfung ist die Steuerberaterkammer zuständig, in deren Bereich der Kandidat bzw. die Kandidatin zum Zeitpunkt der Antragstellung vorwiegend beruflich tätig ist oder, sofern keine Tätigkeit ausgeübt wird, seinen bzw. ihren Wohnsitz hat.

Zur Steuerberaterprüfung wird zugelassen, wer ein wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudi­um oder ein Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung erfolgreich absolviert hat und eine anschließende praktische Tätigkeitszeit nachweisen kann. Die Mindestdauer der praktischen Tätigkeit hängt von der Länge der Studienzeit ab: Beträgt die Regelstudienzeit des Studiengangs mindestens vier Jahre, ist eine zweijährige, bei einer kürzeren Studienzeit eine dreijährige Tätigkeit erforderlich. Zur Anerkennung der berufspraktischen Jahre darf eine wöchentliche Arbeitszeit von 16 Stunden nicht unterschritten werden. Diese Anforderung gilt sowohl für Voll- als auch für Teilzeitbeschäftigte.

Wurde nach dem ersten berufsqualifizierenden Abschluss (z. B. Bachelor) ein weiterer Abschluss (z. B. Master) erworben, werden die Regelstudienzeiten beider Studiengänge zusammengerechnet und auch solche Zeiten der praktischen Tätigkeit berücksichtigt, die nach dem Erwerb des ersten Abschlusses absolviert wurden.

Auch nach einer Berufsausbildung ist die Teilnahme an der Steuerberaterprüfung möglich. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte: https://www.bstbk.de/de/berufsbild-steuerberater/der-steuerberater/zulassung-zur-pruefung

– Alle Angaben ohne Gewähr – Überprüfen Sie bitte regelmäßig die aktuellen Voraussetzungen unter: https://www.bstbk.de/de/

Zur Anerkennung der berufspraktischen Jahre darf eine wöchentliche Arbeitszeit von 16 Stunden nicht unterschritten werden. Diese Anforderung gilt sowohl für Voll- als auch für Teilzeitbeschäftigte. Die Qualität der Tätigkeit ist hierbei ebenfalls relevant, da beispielsweise die Verbuchung laufender Geschäftsvorfälle oder Lohnbuchführungen nicht zählen. Ob das Stundenkriterium erfüllt wird, wird wöchentlich überprüft. Hierbei haben oftmals StB-Anwärter*innen, die nicht bei Steuerberatern, in Steuerabteilungen oder der Finanzverwaltung tätig sind, Probleme bei der berufspraktischen Anrechnung. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Sie die berufspraktischen Voraussetzungen erfüllen, dann klären Sie dies frühzeitig mit der StB-Kammer ab.

Wenden Sie sich bei Fragen an Ihre zuständige StB-Kammer. Handelt es sich um eine sehr wichtige Information, die über Ihre Zulassung entscheiden könnte, ist es sinnvoll, auf Nummer sicher zu gehen. In diesem Fall können Sie bei den StB-Kammern einen kostenpflichtigen Antrag auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft stellen.

  • Verfahrensrecht: aktuelles Jahr
  • Einkommensteuer: Vorjahr
  • Umsatzsteuer: aktuelles Jahr + ggf. Vorjahr
  • Bilanzsteuerrecht: Vorjahr
  • Erbschaftsteuer: Vorjahr

Änderungen im laufenden Jahr werden Ihnen durch unsere Updates vermittelt.

Wenn Sie sich zur StB-Prüfung angemeldet haben, erhalten Sie spätestens einen Monat vor dem Tag der ersten Klausur ein Einladungsschreiben Ihrer StB-Kammer mit den Prüfungsterminen und -zeiten sowie dem Prüfungsort.

Die StB-Prüfung besteht aus drei jeweils sechsstündigen Klausuren, die an 3 Tagen absolviert werden. Die Klausuren werden zu den folgenden Themengebieten gestellt:

  • Klausur I: Verfahrensrecht und andere Steuergebiete

Schwerpunkte: AO, ErbSt, USt, Bewertungsrecht

  • Klausur II: Ertragsteuerrecht

Schwerpunkte: ESt, KSt, GewSt

Weitere potenzielle Themengebiete: UmwSt, Lohnsteuer, Kapitalertragsteuer, IntStR

  • Klausur III: Buchführung und Bilanzwesen
  1. Ihre Identität wird überprüft.
  2. Ihnen wird ein Platz zugewiesen.
  3. Es erfolgen Informationen zum Ablauf.
  4. Sie erhalten das Lösungspapier und die Aufgabenstellungen.
  5. Sie beginnen mit dem Lösen der Klausur.

Sie können bis zum Ende der Bearbeitungszeit noch am dritten Tag des StB-Examens von der Prüfung zurücktreten. Die Prüfung gilt damit als nicht abgelegt und zählt somit nicht als Fehlversuch. 

Sie können die StB-Prüfung zwei Mal wiederholen. Insgesamt stehen Ihnen daher drei Versuche zur Verfügung.

Um zur mündlichen StB-Prüfung zugelassen zu werden, benötigen Sie eine Note von 4,5 im Durchschnitt aller drei Klausuren, also 40 % der zu erreichenden Punktzahl.

Zur mündlichen StB-Prüfung werden Sie zugelassen, wenn Sie im schriftlichen Teil mindestens die Gesamtnote 4,5 erreicht hat. Sie werden von der zuständigen Steuerberaterkammer spätestens zwei Wochen vor dem Termin Ihrer mündlichen StB-Prüfung geladen. Mit diesem Schreiben werden Ihnen auch Ihre in der schriftlichen Prüfung erzielten Noten mitgeteilt. Die mündliche Prüfung findet regelmäßig zwischen Januar und März des auf die schriftliche Prüfung folgenden Jahres statt und besteht aus einem kurzen Vortrag sowie sechs Prüfungsabschnitten, die jeweils gesondert benotet werden.

Sie haben das StB-Examen bestanden, wenn Folgendes gilt:
(Gesamtnote schriftl. Prüfung + Gesamtnote mündl. Prüfung) / 2 ≤ 4,15

Die Relevanz der mündlichen Prüfung darf daher nicht unterschätzt werden. Sie wird gleich gewichtet wie die schriftliche Prüfung. Beide Teile machen jew. 50% des Gesamtergebnisses aus.

Die für das StB-Examen zugelassenen Hilfsmittel werden im Hilfsmittelerlass des Bundesministerium der Finanzen jährlich veröffentlicht. >>>Zum Hilfsmittelerlass 2021. 

– Alle Angaben ohne Gewähr –
Bitte informieren Sie sich zusätzlich unter: https://www.bstbk.de/de/