FAQ

Das Steuerberater-Examen

Die schriftliche Prüfung findet bundeseinheitlich nur einmal im Jahr statt, meist Anfang Oktober.

2023:   10. – 12.10.2023
2024:   08. – 10.10.2024
2025:   07. – 09.10.2025
2026:   06. – 08.10.2026
2027:   05. – 07.10.2027

Die schriftliche StB-Prüfung wird bundesweit einheitlich von der Finanzverwaltung gestellt. Bei der Vorbereitung zur StB-Prüfung ist es wichtig, dies im Hinterkopf zu bewahren. Denn die Konzeption der Prüfung durch die Finanzverwaltung hat auch Auswirkungen auf die gewählten Schwerpunkte und Lösungsansätze.

Die StB-Prüfung wird von einem Prüfungsausschuss abgenommen, der von der Finanzverwaltung des jew. Bundeslandes berufen wird.

Die StB-Kammern sind für die Organisation der StB-Prüfung zuständig und sind die Ansprechpartner, wenn es um Fragen der Zulassung, Befreiung oder Durchführung geht. Sie sind jedoch nicht an der Prüfungserstellung beteiligt.

Hierbei ist deine persönliche Situation zu beachten zum Zeitpunkt der Antragstellung zur Zulassung zur StB-Prüfung:

  • Wenn du zu diesem Zeitpunkt beruflich tätig bist, dann ist für dich der Arbeitsort ausschlaggebend. Die StB-Kammer, in deren Bezirk du bei der Antragstellung zur Zulassung zur StB-Prüfung arbeitest, ist für dich zuständig. Dort wirst du dann auch die StB-Prüfung ablegen.
  • Wenn du zu dieser Zeit keiner Arbeit nachgehst, ist der Kammerbezirk deines Wohnortes für dich zuständig.
  • Wenn du zu diesem Zeitpunkt im Ausland lebst und arbeitest, dann ist die StB-Kammer für dich zuständig, in welche du dich beruflich niederlassen willst.
  • Wenn du bei Antragstellung im Ausland lebst und arbeitest und nicht ins Inland zurückkehren willst, dann ist die StB-Kammer für dich zuständig, bei der du den Antrag gestellt hast.

Der Anmeldeschluss zum Steuerberaterexamen ist bundeseinheitlich der 30. April des jeweiligen Prüfungsjahres. Für die Prüfung ist die Steuerberaterkammer zuständig, in deren Bereich der Kandidat bzw. die Kandidatin zum Zeitpunkt der Antragstellung vorwiegend beruflich tätig ist oder, sofern keine Tätigkeit ausgeübt wird, seinen bzw. ihren Wohnsitz hat.

Zur Steuerberaterprüfung wird zugelassen, wer ein wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches Hochschulstudi­um oder ein Hochschulstudium mit wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung erfolgreich absolviert hat und eine anschließende praktische Tätigkeitszeit nachweisen kann. Die Mindestdauer der praktischen Tätigkeit hängt von der Länge der Studienzeit ab: Beträgt die Regelstudienzeit des Studiengangs mindestens vier Jahre, ist eine zweijährige, bei einer kürzeren Studienzeit eine dreijährige Tätigkeit erforderlich. Zur Anerkennung der berufspraktischen Jahre darf eine wöchentliche Arbeitszeit von 16 Stunden nicht unterschritten werden. Diese Anforderung gilt sowohl für Voll- als auch für Teilzeitbeschäftigte.

Wurde nach dem ersten berufsqualifizierenden Abschluss (z. B. Bachelor) ein weiterer Abschluss (z. B. Master) erworben, werden die Regelstudienzeiten beider Studiengänge zusammengerechnet und auch solche Zeiten der praktischen Tätigkeit berücksichtigt, die nach dem Erwerb des ersten Abschlusses absolviert wurden.

Auch nach einer Berufsausbildung ist die Teilnahme an der Steuerberaterprüfung möglich. Weitere Informationen entnimm bitte: https://www.bstbk.de/de/berufsbild-steuerberater/der-steuerberater/zulassung-zur-pruefung

– Alle Angaben ohne Gewähr –

Überprüfe bitte regelmäßig die aktuellen Voraussetzungen unter: https://www.bstbk.de/de/

Zur Anerkennung der berufspraktischen Jahre darf eine wöchentliche Arbeitszeit von 16 Stunden nicht unterschritten werden. Diese Anforderung gilt sowohl für Voll- als auch für Teilzeitbeschäftigte. Die Qualität der Tätigkeit ist hierbei ebenfalls relevant, da beispielsweise die Verbuchung laufender Geschäftsvorfälle oder Lohnbuchführungen nicht zählen. Ob das Stundenkriterium erfüllt wird, wird wöchentlich überprüft. Hierbei haben oftmals StB-Anwärter:innen, die nicht bei Steuerberatern, in Steuerabteilungen oder der Finanzverwaltung tätig sind, Probleme bei der berufspraktischen Anrechnung. Wenn du dir also nicht sicher bist, ob du die berufspraktischen Voraussetzungen erfüllst, dann kläre dies frühzeitig mit der StB-Kammer ab.

Wende dich bei Fragen an deine zuständige StB-Kammer. Handelt es sich um eine sehr wichtige Information, die über deine Zulassung entscheiden könnte, ist es sinnvoll, auf Nummer sicher zu gehen. In diesem Fall kannst du bei den StB-Kammern einen kostenpflichtigen Antrag auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft stellen.

  • Verfahrensrecht: aktuelles Jahr
  • Einkommensteuer: Vorjahr
  • Umsatzsteuer: aktuelles Jahr + ggf. Vorjahr
  • Bilanzsteuerrecht: Vorjahr
  • Erbschaftsteuer: Vorjahr

Änderungen im laufenden Jahr werden dir durch unsere Updates vermittelt.

Wenn du dich zur StB-Prüfung angemeldet hast, erhältst du spätestens einen Monat vor dem Tag der ersten Klausur ein Einladungsschreiben deiner StB-Kammer mit den Prüfungsterminen und -zeiten sowie dem Prüfungsort.

Die StB-Prüfung besteht aus drei jeweils sechsstündigen Klausuren, die an 3 Tagen absolviert werden. Die Klausuren werden zu den folgenden Themengebieten gestellt:

  • Klausur I: Verfahrensrecht und andere Steuergebiete

Schwerpunkte: AO, ErbSt, USt, Bewertungsrecht

  • Klausur II: Ertragsteuerrecht

Schwerpunkte: ESt, KSt, GewSt

Weitere potenzielle Themengebiete: UmwSt, Lohnsteuer, Kapitalertragsteuer, IntStR

  • Klausur III: Buchführung und Bilanzwesen
  1. Deine Identität wird überprüft.
  2. Dir wird ein Platz zugewiesen.
  3. Es erfolgen Informationen zum Ablauf.
  4. Du erhältst das Lösungspapier und die Aufgabenstellungen.
  5. Du beginnst mit dem Lösen der Klausur.

Du kannst bis zum Ende der Bearbeitungszeit noch am dritten Tag des StB-Examens von der Prüfung zurücktreten. Die Prüfung gilt damit als nicht abgelegt und zählt somit nicht als Fehlversuch. 

Du kannst die StB-Prüfung zwei Mal wiederholen. Insgesamt stehen dir daher drei Versuche zur Verfügung.

Um zur mündlichen StB-Prüfung zugelassen zu werden, benötigst du eine Note von 4,5 im Durchschnitt aller drei Klausuren, also 40 % der zu erreichenden Punktzahl.

Zur mündlichen StB-Prüfung wirst du zugelassen, wenn du im schriftlichen Teil mindestens die Gesamtnote 4,5 erreicht hast. Du wirst von der zuständigen Steuerberaterkammer spätestens zwei Wochen vor dem Termin deiner mündlichen StB-Prüfung geladen. Mit diesem Schreiben werden dir auch deine in der schriftlichen Prüfung erzielten Noten mitgeteilt. Die mündliche Prüfung findet regelmäßig zwischen Januar und März des auf die schriftliche Prüfung folgenden Jahres statt und besteht aus einem kurzen Vortrag sowie sechs Prüfungsabschnitten, die jeweils gesondert benotet werden.

Du hast das StB-Examen bestanden, wenn Folgendes gilt:
(Gesamtnote schriftl. Prüfung + Gesamtnote mündl. Prüfung) / 2 ≤ 4,15

Die Relevanz der mündlichen Prüfung darf daher nicht unterschätzt werden. Sie wird gleich gewichtet wie die schriftliche Prüfung. Beide Teile machen jew. 50% des Gesamtergebnisses aus.

Die für das StB-Examen zugelassenen Hilfsmittel werden im Hilfsmittelerlass des Bundesministerium der Finanzen jährlich veröffentlicht.

>>>Zum Hilfsmittelerlass 2023. 

– Alle Angaben ohne Gewähr –
Bitte informiere dich zusätzlich unter: https://www.bstbk.de/de/

INFOVERANSTALTUNG zum TAX COACHING & TAX GUIDE

Am 08.02. um 12 Uhr

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